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| ISBN: 3499100649 ISBN: 3499100649 ISBN: 3499100649 ISBN: 3499100649 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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![]() ![]() Robert Musil wird am 6. November 1880 in Klagenfurt als einziger Sohn des
Ingenieurs Alfred Musil und seiner Frau Hermine, geborene Bergauer, geboren. Der
Vater stammt aus einer altösterreichischen Familie, die Vorfahren der
Mutter sind Deutschböhmen. In den ersten beiden Jahren seines Lebens wohnt
er mit seiner Familie in Komotau (Böhmen). 1882 ziehen sie nach Steyr und
dort besucht er bis 1891 die Volksschule und das Realgymnasium. Seine Ausbildung
setzt er ab 1892 in der Militär-Realschule und danach (1897) an der
Technischen Militärakademie in Wien fort. Nach dem Abbruch der
Offiziersausbildung beginnt er mit einem Maschinenbaustudium. In dieser Zeit
betätigt er sich auch das erste Mal dichterisch. Musil absolviert 1901 dann
die Ingenieurstaatsprüfung und wird Volontärassistent an der
Technischen Hochschule Stuttgart (1902-1903), wo er auch mit der Arbeit an dem
Roman “Die Verwirrungen des Zögling Törleß”
beginnt. Das Werk vervollständigt er allerdings erst 1906, mitten in seinem
Philosophiestudium, das er 1908 mit einer Dissertation über
“Beiträge zur Beurteilung der Lehren Machs” abschließt.
Musil verzichtet auf die Möglichkeit einer Habilitation (=Nachweis der
wissenschaftl. Reife für eine Lehrstelle an der Hochschule) zugunsten des
freien Schriftstellerberufes. Daraufhin arbeitet er bis 1910 bei einer Berliner
Zeitschrift (“Pan”) und als Praktikant und Bibliothekar an der
Technischen Hochschule Wien (1911-1914). 1911 heiratet er Martha Marcovaldi. Im
1. Weltkrieg (1914-1918) muß er als Hauptmann an die italienische Front;
aus dieser Zeit stammen verschiedene militärische Aufzeichnungen. Am 22.
Oktober 1917 wird Musils Vater geadelt. Da dieser Adel erblich ist steht er auch
den Nachkommen zu (Robert Edler von Musil). Bis 1931 betätigt sich Musil
als Theaterkritiker, Essayist und freier Schriftsteller in Wien. In diesem
Zeitraum wird er Vizepräsident des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller
in Österreich und lernt Hugo von Hofmannsthal kennen. 1924 wird im der
Kunstpreis der Stadt Wien für die Erzählungen “Drei
Frauen” verliehen. Im Jahre 1931 erscheint der erste Band, 1933 dann
der erste Teil des zweiten Bandes des Romans “Der Mann ohne
Eigenschaften”. Nach Errichtung des Dritten Reichs verläßt
Musil ohne äußeren Zwang Deutschland und kehrt nach Wien zurück.
1936 erleidet er einen Schlaganfall. Nachdem Musils Bücher in Deutschland
und Österreich verboten werden, emigriert er von Wien nach Zürich und
danach nach Genf, wo er am 15. April 1942 isoliert und verarmt stirbt. Ein Grab
Musils existiert nicht. Seine Frau verstreute seine Asche nach Familiensitte in
einem Wald bei Genf. Ein Jahr nach seinem Tod gibt Martha Musil den
unvollendetem Nachlaßteil des Romans “Der Mann ohne
Eigenschaften” im Selbstverlag heraus.
Robert Musil war Romancier, Dramatiker und Essayist und somit einer der
bedeutendsten Schriftsteller der literarischen Moderne. Am literarischen Leben
dieser Zeit nahm der junge Musil zwar lange kaum Anteil, doch mit 18 Jahren
hatte er immerhin Nietzsche für sich entdeckt. Seit der
Veröffentlichung seiner umfangreichen “Tagebücher”,
läßt sich belegen, daß Nietzsche für Musil zeitlebens
wichtig blieb. “Entscheidende geistige Einflüsse” schreibt
Musil im Rückblick auf diese Zeit auch Dostojewskij, Emerson und Novalis
zu. Doch erst das Jahr 1902, in dem er eine fünf Jahre andauernde Beziehung
zu Herma Dietz, später unter dem Namen Tonka in Musils gleichnamiger
Novelle nachgebildet, bringt ihn der Literatur deutlich näher.
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