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Musil, Robert (1880-1942)

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“Drei Frauen”

Die “Drei Frauen” ist ein dreiteiliger Novellenzyklus.

“Grigia” (1921)
Homo, der Frau und Kind verlassen hat, um sich an den Arbeiten einer Bergwerksgesellschaft in einem in Venetien gelegenen Gebirgsort zu beteiligen, entfremdet sich dort seinem bisherigen Leben und wird der Geliebte der Bäuerin Grigia. Diese neue Situation hebt aber die Bindungen zu seiner Familie keineswegs auf, wird aber bald zur dumpfen Ahnung, sterben zu müssen. Als er Grigia eines Tages in einem alten Stollen umarmt, bemerkt er, daß die beiden am Eingang des Stollens von Grigias Mann beobachtet werden. Zunächst versuchen die beiden zu entkommen, aber Grigias Mann hat einen großen Felsblock vor den Eingang des Stollens gewälzt. Grigia, von Verzweiflung gepackt, bettelt, jammert und verspricht ihrem Mann alles, um nur aus dem bedrückenden Gefängnis zu kommen. Homo legt sich still auf das gemeinsame Lager zurück, wird immer schwächer und dämmert ein. In einer klaren Minute bemerkt er noch, daß Grigia ihn durch eine schmale Spalte auf der anderen Seite des Stollens verlassen hat. Er selbst besitzt jedoch nicht mehr die Kraft und den Willen, ins Leben zurückzukehren. Zur gleichen Stunde wird von der Bergwerksleitung der Abbruch der Arbeiten beschlossen.

“Portugiesin” (1923)
Der Raubritter Herr von Ketten hat sich die Portugiesin, seine schöne junge Frau, auf seine einsam-wilde Felsenburg in der Nähe von Trient geholt. Aus dem Kavalier, als der er um sie geworben hatte, ist wieder der raublustige Bandit geworden, der jahraus, jahrein im Sattel sitzt und nur auf einen Tag und eine Nacht im Jahr nach Hause kommt. Seine beiden Kinder kennt er kaum. Die Portugiesin fügt sich in die fremde Ordnung, bleibt ihm aber dabei so geheimnisvoll fremd wie am ersten Tag. Sie ist das ganz Andere in seinem Leben, etwas Zauberhaft-Kostbares. Mit dem Tod seines Erzfeindes, des Bischofs von Trient, verlieren mit einem Schlag die kämpferischen Raubzüge des Herrn von Ketten ihren Sinn. Er wird sterbenskrank. Tagelang bleibt er seiner Burg fern, erst als er sich dem Tode nahe fühlt, begibt er sich in die Pflege seiner Frau. Während seiner Krankheit kommt plötzlich der Jugendfreund der Portugiesin zu Besuch, und von Ketten schämte sich. Elf Jahre hat die Portugiesin auf ihren Herrn gewartet. Der hilflose von Ketten hofft auf ein Wunder und dieses Wunder kommt in Gestalt einer kleinen, räudigen Katze, die an der Pforte Einlaß begehrt, aufgenommen, gepflegt und schließlich, als man ihr Leiden nicht mehr länger mitansehen kann, vom Knecht getötet wird. Alle identifizieren sich auf seltsame Weise mit dem Tier – die Portugiesin, der Jugendfreund und Herr von Ketten. Der Herr von Ketten, der das Schicksal der Katze nicht teilen will, rafft sich eines Tages auf und versucht, seine Kraft und Wildheit wiederzuerlangen, indem er die unersteigliche Felswand unter der Burg hinaufklettert. Er schleicht zum Schlafgemach seiner Frau, in dem er den Liebhaber vermutet, doch der Knecht meldet, daß der Fremde am Morgen fortgeritten sei.

  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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